Geschichte

Dom Pérignon, der Benediktinermönch

Sekt oder Schampus - was darf es sein?

Wenn Champagner draufsteht, muss es auch der Schaumwein aus der Champagne im Nordosten Frankreichs sein. Obwohl die Champagne ihren Weltruhm dem Schaumwein verdankt, herrschen hier nicht Weinberge, sondern Felder vor - deshalb ja auch der vom lateinischen "campus" für Feld abgeleitete Name (französisch: champs).

Schon die Römer pflanzten hier Reben an, doch die ersten Schaumweine gab es erst im späten 17. Jahrhundert - zunächst unerwünscht als Folge der damals aufkommenden Flaschenabfüllung frischen Weines, der danach weiter gärte und Kohlendioxid absonderte.

Entscheidend weiterentwickelt hat die Champagner-Methode der Benediktiner-Mönch Dom Pérignon (1638-1715), auf den der Verschnitt von Weinen und das Weißkeltern roter Traubensorten zurückgeht - auch die 0,75-Liter-Flasche als seiner Ansicht nach typische Verzehrmenge eines Mannes beim Abendessen.

Auf rund 340 Quadratkilometern wächst in der Champagne Wein; 319 Dörfer mit eigenen Lagen ("crus") teilen sich die Fläche. Böden und Mikroklima weichen deutlich voneinander ab und sorgen für Geschmacksnuancen. Auch Deutsche mischten früher beim Champagner mit, so seit 1852 die weltbekannte Kellerei G. H. Mumm, heute drittgrößter Hersteller. Der Name geht auf den Gründer Georg Hermann Mumm zurück, Mumms Vater war im 19. Jahrhundert von Köln nach Reims ausgewandert.

Nur aus drei Rebsorten darf Champagner gekeltert werden: aus der Weißwein-Sorte Chardonnay sowie den roten Sorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Schwarzriesling), die aber weißen Saft liefern.