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Das erste Dutzend Rotoren im Meer

Seit Mitte August liefert der erste deutsche Pilotwindpark in der Nordsee Strom, bis zum Jahresende soll er seine volle Kapazität erreichen und in den Dauerbetrieb gehen. Drei von zwölf Rotoren des Parks "alpha ventus" 45 Kilometer nördlich von Borkum absolvieren derzeit ihren Testlauf. Ende Oktober soll das Dutzend komplett sein, errichtet in einer Wassertiefe von 30 Metern. Es kann später bei gutem Wind bis zu 50 000 Haushalte versorgen. Die drei Vorreiter sind Fünf-Megawatt-Anlagen der Firma Areva Multibrid. Drei Schwester-Anlagen werden folgen, die anderen sechs Rotoren stammen vom Hamburger Hersteller Repower und haben ebenfalls eine Nennleistung von fünf Megawatt. Bauherr von "alpha ventus" ist ein Konsortium der Energieversorger EWE, E.on und Vattenfall. Es hat zusammen 250 Millionen Euro in den Nordsee-Windpark investiert. Umweltminister Sigmar Gabriel sieht die Windernte im Meer als "größte Chance für die wirtschaftliche Entwicklung in den Küstenländern seit Gründung der Bundesrepublik", rechnet mit Investitionen von mindestens 100 Milliarden Euro.