Astronomie

"Hubble" fotografiert Folgen eines kosmischen Crashs

Es ist ein äußerst seltenes Ereignis, das die Nasa-Wissenschaftler mit dem Weltraumteleskop "Hubble" fotografieren konnten: Auf dem Gasplaneten Jupiter hat es richtig gekracht.

Ein riesiger Himmelskörper - ein Asteroid oder ein Komet - schlug dort ein und hinterließ einen riesigen schwarzen Fleck. Experten schätzen, dass Jupiter von einem Himmelskörper von mindestens 500 Meter Durchmesser getroffen wurde. Den Einschlag, der immerhin die Ausmaße des Pazifischen Ozeans hat, entdeckte zunächst ein australischer Amateur-Astronom.

Dessen Beobachtung veranlasste die Nasa, die Funktionstests am gerade reparierten Weltraumteleskop "Hubble" zu unterbrechen. Die Forscher richteten es Richtung Jupiter aus. Mit der neuen Kamera "Wide Field Camera 3 (WFC3) gelang "Hubble" am 23. Juli das bisher schärfste Foto des Kollisionsgebiets auf dem größten Planeten des Sonnensystems.

Zuletzt war Jupiter vor 15 Jahren in einem derart großen Ausmaß getroffen worden. Damals schlugen die Splitter des Kometen "Shoemaker-Levy 9" auf Jupiter ein. Auch diesen Einschlag dokumentierte Hubble.

Die Nasa wertet die neue Kollision daher auch als eine der spektakulärsten Entdeckungen überhaupt. Man glaube, so ein Nasa-Wissenschaftler, dass ein Einschlag dieser Größe eher selten sei.

( (ang) )