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#unten: Twitter-Nutzer berichten über soziale Ungleichheit

Eine Pfandflaschensammlerin in München. In Deutschland wird der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer.

Eine Pfandflaschensammlerin in München. In Deutschland wird der Unterschied zwischen Arm und Reich immer größer.

Foto: imago stock&people / imago/Joko

Die Ungleichheit zwischen Arm und Reich wächst. Wie sehr Menschen unter sozialer Armut leiden, zeigt das Hashtag #unten auf Twitter.

Berlin.  Die Mittelschicht schrumpft, die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Die Landesarmutskonferenz warnte Anfang November vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft.

Es gebe immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse, mangelnde Bildungschancen und eine Steuerpolitik, die Vermögende bevorteile, war das Fazit.

Auf Twitter werden unter dem Hashtag #unten nun persönliche Berichte über soziale Armut, Ausgrenzung und Diskriminierung gesammelt. Nutzer berichten über ihre Erfahrungen, ihre Ängste und Wünsche:

Debatte über wachsende Ungleichheit

Initiiert hat die Debatte die Zeitung „Der Freitag“. In einem Artikel schildert Journalist Christian Baron seine Kindheit gefüllt mit herabwürdigenden Sprüchen vom Jugendamt („Die Barons sind der Sozialhilfe-Adel“) und fordert die Betroffenen auf, sich unter dem Hashtag auf Twitter zu Wort zu melden.

Man müsse über die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich sprechen, damit die Gesellschaft wieder zusammenwachsen könne, so der Appell des Autoren. (jha)

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