Fernsehempfang

Privates Satelliten-TV könnte bald kostenpflichtig werden

Fernsehzuschauer müssen eventuell bald mit Gebühren rechnen – auch bei privaten Sendern.

Fernsehzuschauer müssen eventuell bald mit Gebühren rechnen – auch bei privaten Sendern.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Nach der Umstellung bei DVB-T wechselten viele Zuschauer auf Satellit. Womöglich könnte es auch für diesen Empfangsweg teuer werden.

Berlin.  Bislang können Fernsehzuschauer, die ihr Signal über Satellit empfangen, ohne Gebühren private Sender sehen – zumindest, wenn sie auf HD verzichten wollen. Das könnte sich vielleicht bald ändern: Denn Sender wie RTL und Pro7 strahlen womöglich bald nur noch HD-Qualität aus, die insgesamt 75 Euro pro Jahr kostet, wie die „Computer Bild“ unter Berufung auf die Zeitschrift „InfoDigital“ berichtet.

Demnach könnten die privaten Anstalten schon ab 2019 ausschließlich in HD senden. Eine Kommission der Sender prüfe derzeit, ob auf die alte SD-Ausstrahlung via Satellit bis dahin komplett verzichtet werden könnte. Denn zuvor muss festgestellt werden, ob alle betroffenen Haushalte in zwei Jahren bereits in der Lage sein werden, HD-Signale über Satellit zu empfangen.

Hohe Gebühren könnten auf Zuschauer zukommen

Falls es dazu kommen sollte, kommen – ähnlich wie seit kurzem für DVB-T-Empfänger – hohe Gebühren auf den Fernsehzuschauer zu: Für die HD-Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF muss er schon jetzt den Rundfunkbeitrag zahlen, dazu würde sich dann noch der oben genannte jährliche Preis für die privaten Sender addieren. (bekö/leve)