Erreger

Warum das Noro-Virus so gefürchtet ist

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/rki

In der vergangenen Woche erkrankten rund 300 Teilnehmer eines Zeltlagers an dem Erreger. Das Virus sorgt für eine heftige Magen-Darm-Grippe.

Bad Segeberg/Hamburg. Erneut macht ein Erreger Schlagzeilen: Das Norovirus war höchstwahrscheinlich Ursache für die Erkrankung von 300 Teilnehmern eines Diabetes-Zeltlagers am vergangenen Wochenende. 143 Betroffene waren laut Angaben der Stadt Bad Segeberg in der Nacht zum Sonntag in rund 20 verschiedene Krankenhäuser eingeliefert worden.

Das Noroviurs ist besonders gefüchtet, da es als hochansteckend gilt. Nach der Erkältung belegt der Erreger den zweiten Platz der häufigsten Ursachen für Virus-Erkrankungen. Dabei sind schon zehn Viruspartikel ausreichend, um die Symptome einer Infektion auszulösen. Hierzu gehören heftige Magenkrämpfe, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Diese Symptome sind eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, um den Erreger so schnell wie möglich los zu werden. In der Regel heilt die virale Magen-Darm-Grippe nach etwa drei Tagen aus.

Verbreitet ist das Virus auf der ganzen Welt und es gibt bisher keine wirksame Impfung gegen den Erreger. Ein Grund dafür ist, dass die Viren so schwer zu erforschen sind. Zudem gibt es viele verschiedene Norovirusstämme, dich sehr schnell mutieren und der Erreger kann nur im menschlichen Körper existieren kann. Es gibt demnach auch keine Versuchstiere, an denen man einen Impfstoff testen könnte.

In einem Zeltlager wie dem in Bad Segeberg ist die Ansteckungsgefahr aufgrund des beengten Raumes besonders hoch. Inzwischen sei die Lage stabil, sagte Oliver Grieve, Sprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.