Der "Bürgergipfel" packt heiße Eisen doppelt an

Simone Selonke

Neue Wege in der Zusammenarbeit gehen Bild Hamburg und das Hamburg 1 Fernsehen mit dem "Bürgergipfel". Das Format verknüpft die Stärken beider Medien und ist in einer zunehmend multimedialen Welt zukunftsweisend.

Und so funktioniert das Zusammenspiel: Bild Hamburg setzt mit Artikeln und Interviews Schwerpunkte zu einem Thema, das die Stadt bewegt. Dazu wird in einer TV-Sendung bei Hamburg 1 live diskutiert - sowohl mit Experten als auch mit Bürgern. Denn "die besten Experten für das Leben in der Stadt sind die Hamburger selbst. Sie spüren die Folgen von Entscheidungen aus Politik und Wirtschaft. Beim 'Bürgergipfel' kommen sie mit ihren Sorgen und Ideen zu Wort", erklärt Matthias Onken, Redaktionsleiter Bild Hamburg. "Die Menschen von der Straße sind direkt und schonungslos - vorgefertigte, und ausweichende Antworten werden nicht zugelassen", ergänzt Michael Schmidt, Chefredakteur von Hamburg 1.

Schmidt und Onken moderieren den Bürgergipfel gemeinsam. Die erste Sendung wurde am 25. Juni 2009 ausgestrahlt. Thema: "Wandel auf St. Pauli - Chancen und Risiken". Bild Hamburg begleitete die Sendung mit Kiez-Berichten, Reportagen und Aktionen. "Staustadt Hamburg" mit Verkehrssenatorin Anja Hajduk (GAL) hieß die zweite Ausgabe. Mehr als 1000 Anliegen der Bild-Leser gingen in der Redaktion ein, rund 50 interessierte Bürger wurden ins Studio eingeladen.

Ist die Sendung beendet, geht die Kooperation weiter, denn die Fragen und Antworten bereitet auch Bild Hamburg auf. "Bürger fragen - Ole von Beust antwortet" war Thema des dritten "Gipfels" Ende 2009. Beim nächsten im September sollen die Hamburger den neuen Bürgermeister befragen können.