Beste Arbeitgeber: Die drei Gewinner im Porträt

Donner Bank: Zum zweiten Mal Sieger

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Chan Sidki-Lundius

In Kunden- und Mitarbeiterorientierung unschlagbar gut. Die Privatbank von 1798 erreichte erneut den ersten Platz.

Viele Privatbanken in Deutschland haben Grund zur Freude. Sie können wachsende Kundenzahlen und steigende Nettomittelzuflüsse aufweisen, beschäftigen zusätzliche Mitarbeiter und eröffnen neue Niederlassungen. Damit gehören sie zu den Gewinnern der Wirtschaftskrise.

Ein Gewinner ist auch die Conrad Hinrich Donner Bank, und zwar in vielerlei Hinsicht. Bereits zum zweiten Mal nach 2009 belegt das 1798 in Hamburg gegründete Bankhaus Platz eins auf der Skala Hamburgs bester Arbeitgeber. Für die Bankvorstände Marcus Vitt und Wolfgang Hellwege, die Anfang 2002 die unternehmerische Verantwortung für das Bankhaus übernommen haben, bedeutet die wiederholte Auszeichnung eine erneute und obendrein besonders wertvolle Bestätigung der Bemühungen der letzten Jahre. "Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter, unsere Unternehmenskultur und die Erfolge und Stabilität in der Finanzkrise. Die Auszeichnung unterstreicht, dass das Vorjahresergebnis kein Zufallsergebnis war, sondern nachhaltig ist", sagt Marcus Vitt.

Wie viele Privatbanken ist auch das Bankhaus Donner, das zu den ältesten und traditionsreichsten Privatbanken in Deutschland gehört, auf Kontinuität, ein solides Risikomanagement und Wachstum ausgerichtet. 2009 wurde durch den Erwerb der Münchner Traditionsbank Reuschel & Co. aus dem Bankhaus die Donner & Reuschel - Privatbank seit 1798. Damit legitimiert sich der Anspruch des Hauses, auf einem der ersten Plätze unter den fünf führenden Privatbanken in Deutschland zu rangieren. Auf Basis der Geschäftszahlen 2009 verfügen die Institute über eine gemeinsame Bilanzsumme von 3,9 Milliarden Euro. Mehr als 650 Mitarbeiter erwirtschafteten einen um Sondereffekte bereinigten Bilanzgewinn von zwölf Millionen Euro (Vorjahr: elf Millionen Euro). Die Assets under Management belaufen sich derzeit auf rund 7,5 Milliarden Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter ist in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen. Insbesondere im Private Banking wurden verstärkt neue, hochqualifizierte Berater eingestellt. Darüber hinaus eröffnete das Bankhaus eine neue Niederlassung in Harburg. Auch die Private-Banking-Betreuung in Schleswig-Holstein wurde verstärkt.

Für das Bankhaus stehen insbesondere Kundenorientierung und unabhängige Beratung im Mittelpunkt der geschäftlichen Aktivitäten. Die Philosophie wurde durch mehrere Auszeichnungen bestätigt. So bekam das Hamburger Bankhaus vom Elite Report 2010 ebenfalls zum zweiten Mal in Folge für seine Vermögensverwaltung die Auszeichnung "summa cum laude". Zusätzlich erhielt das Bankhaus im letzten Jahr von der Universität St. Gallen und der Agentur Service Rating zum dritten Mal in Folge im Wettbewerb "Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister" den Sonderpreis "Beste Bank". Wiederum Hamburgs bester Arbeitgeber geworden zu sein, führt Marcus Vitt vor allem auf die Kontinuität bei Kunden- und Mitarbeiterorientierung sowie auf die Wertschätzung der Mitarbeiter zurück. "Fakt ist, dass die Vertrauensbasis sehr groß ist. Für gemeinsame Ziele zu arbeiten und gemeinsame Werte zu leben, ist für uns längst eine Selbstverständlichkeit", bilanziert der Bankvorstand.

Das auf Kontinuität, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterbindung basierende Konzept der "Mitmachbank" solle auch zukünftig verfolgt werden. Dieses hat die Bank vor etwa zwei Jahren ins Leben gerufen, beteiligt haben sich mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter. Sie waren dazu aufgerufen, in Foren an der Erarbeitung strategischer Ziele mitzuwirken und Ideen zur Verbesserung von Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität zu liefern. Die Ergebnisse wurden in hausinternen Ausstellungen vorgestellt. Die wissenschaftliche Auswertung der Mitarbeiter-Befragung habe laut Vitt gezeigt, dass die Mitarbeiter die Einbindung in die Verantwortung zu schätzen wissen. Zudem würden die überdurchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit, die niedrige Fluktuationsrate und die hohe Einsatzbereitschaft eine starke Identifikation und Bindung der Mitarbeiter erkennen lassen. Marcus Vitt bilanziert: "Das alles macht uns zuversichtlich, dass wir die Finanzkrise auch weiterhin unbeschadet bewältigen und uns sehr erfolgreich entwickeln werden."

Ein wichtiges Kapitel für das Bank-Unternehmen ist die Weiterbildung. Bankvorstand Markus Vitt: "Sich ständig wandelnde Märkte erfordern, dass unsere Mitarbeiter sich gut auf Veränderungen einstellen können." Durch individuell abgestimmte Fortbildungs- und Trainingsmaßnahmen, zum Beispiel zum Financial Planner, unterstützt das Bankhaus seine Mitarbeiter in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung.