Beste Arbeitgeber: Die drei Gewinner im Porträt

Block House: Von null auf Platz eins

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Chan Sidki-Lundius

Alles begann mit einem Steak-Restaurant nach amerikanischem Vorbild. 1968 gründete es Eugen Block in Hamburg. Heute zählt die Block Gruppe mit 41 Restaurants, rund 1750 Mitarbeitern und einem Umsatz von 228 Millionen Euro (2009) zu den 20 größten Gastronomieunternehmen Deutschlands. Zu ihr gehören das noble Fünf-Sterne-Hotel Grand Elysée an der Rothenbaumchaussee und das Premium-Burger-Restaurant Jim Block, das derzeit fünf Standorte in Hamburg unterhält. Weitere Betriebe sind in Planung. Aber auch Dienstleistungsunternehmen wie das Bauunternehmen Block Bau & Technik, die zentrale Verwaltungsgesellschaft Block Daten sowie die Block Systems, ein IT-Unternehmen für Hotellerie und Gastronomie bilden die Gruppe. Geleitet wird das Unternehmen heute von Gründersohn Dirk Block.

Über den ersten Platz neben der Donner Bank freut sich Dirk Eugen Block riesig, denn dieses Ergebnis untermauert die gute Personalentwicklung im Hause. "Der Wettbewerb ist ein etablierter Indikator, der auf einem wissenschaftlichen Modell basiert. Die Befragung bildet ein individuelles Stärken-Schwächen-Profil der eigenen Personalarbeit ab. Ein besonderer Reiz zum Mitmachen lag auch darin, dass wir uns branchenübergreifend als Top-Arbeitgeber positionieren, denn innerhalb der Gastronomie wollen wir als gefragter Arbeitgeber gelten", erklärt der ausgebildete Hotelfachmann, der auch einen MBA-Abschluss in Management und Personalwesen vorweisen kann. Hier ist die Auszeichnung eine großartige Bestätigung.

"Das Ergebnis bestärkt uns in unserer Arbeit und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich ist es auch Motivation, sich weiterzuentwickeln und Spitzenleistungen zu erbringen."

Das sehr gute Abschneiden im Wettbewerb um Hamburgs besten Arbeitgeber führt Dirk Block auf seine Mitarbeiter zurück. "Jedes Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter", weiß der erfolgreiche Unternehmer. Er setzt auf flache Hierarchien, die seinen Mitarbeitern einen hohen Gestaltungsspielraum lassen. "Jeder Einzelne kann sich bei uns individuell und gern auch über seinen eigenen Aufgabenbereich hinaus einbringen. Wir sind immer offen für neue Ideen, die wir in einem jährlichen, gruppenweit ausgetragenen Ideenwettbewerb bewerten und belohnen", erläutert Dirk Block. Er schätzt den hohen Grad der Identifikation mit dem Unternehmen, der bei seinen Mitarbeitern herrscht. Ein großer Teil der Belegschaft ist schon seit Jahren bei der Block-Gruppe beschäftigt. "Die Spielregeln, an denen wir uns in der täglichen Zusammenarbeit orientieren, haben alle Führungskräfte und Mitarbeiter der Restaurantbetriebe gemeinsam diskutiert und in einem Leitbild der Zusammenarbeit schriftlich fixiert. Zudem haben wir statt eines Betriebsrates einen demokratisch gewählten Mitarbeiterrat und schon sehr früh eine Gewinnbeteiligung eingeführt."

Auch die Mitarbeiterschulungen gehört zur Unternehmenspolitik. 1989 wurde die Block-Akademie gegründet. Sie unterstützt Mitarbeiter und Führungskräfte in deren fachlicher und persönlicher Entwicklung. Das Personalentwicklungskonzept ist so erfolgreich, dass sich heute auch externe Unternehmen zu den Trainings anmelden.

Zudem veranstaltet die Akademie seit zwei Jahren gemeinsam mit der Block House Restaurantbetriebe AG unter anderem ein so genanntes Top-Service-Seminar. In einem Workshop auf Mallorca entwickeln besonders erfolgreiche Mitarbeiter neue Serviceinhalte, die sie an ihre Kollegen weitergeben.

Auch das Wohlergehen der Mitarbeiter liegt den Blocks am Herzen: Umfassende Sozialleistungen, ein Mitarbeiter-Kindergarten im Hotel Grand Elysée, Förderfonds für in Not geratene Kollegen und ein aktiver Mitarbeiterrat sind nur einige der Angebote.

Die Auszeichnung unterstützt Dirk Blocks Suche nach den besten Nachwuchskräften. "Das Siegel "Hamburgs bester Arbeitgeber" wird es potenziellen Mitarbeitern und Führungskräften einfacher machen, sich für uns zu entscheiden. Denn die Auszeichnung signalisiert nachweisbar Verantwortung, Zuverlässigkeit und Professionalität in der Personalarbeit."

In Hinblick auf die langfristige Zukunft plant der Chef, in allen Unternehmensbereichen zu investieren. Dazu gehören Verbesserungen in den Produktionsprozessen sowie bauliche Verschönerungsmaßnahmen in unseren Restaurants. "Vor allem investieren wir aber in unsere Mannschaft für einen noch besseren Zusammenhalt."