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WhatsApp-Status: Bei diesen Inhalten macht man sich strafbar

Tutorial: Whatsapp-Chats verstecken

Tutorial: Whatsapp-Chats verstecken

Wir zeigen, wie keiner am Tisch die Whatsapp-Chats mitlesen kann.

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Mit dem Whatsapp-Status können Nutzer außerhalb des Chats Botschaften an Kontakte senden. Aber nicht alle Inhalte sind auch legal.

Berlin. 
  • WhatsApp hat nicht nur eine Chat-Funktion, sondern macht es seinen Nutzern auch möglich, Botschaften über den Status zu senden
  • Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Denn auch der WhatsApp-Status ist kein rechtsfreier raum
  • Bestimmte Botschaften sind eindeutig strafbar

Der Messenger Whatsapp hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum sozialen Netzwerk entwickelt. Besonders deutlich wird das am Whatsap-Status. Ähnlich wie auf Instagram oder Facebook können Nutzerinnen und Nutzer dort Fotos, Videos oder andere Botschaften in einer Story posten.

Doch nicht immer finden sich dort legale Inhalte, wie das Amtsgericht Frankfurt am Main entscheiden (AZ: 907 Ds 6111 Js 250180/19) entschieden hat. Und das kann Konsequenzen haben: Wer auf Whatsapp verfassungswidrige Inhalte und Hassbotschaften verbreitet, macht sich strafbar. Ob diese Botschaften im Chat oder im Status übermittelt wurden, spielt dabei keine Rollen.

Messenger-Dienst: Das ist WhatsApp
Messenger-Dienst: Das ist WhatsApp

Whatsapp-Status kann strafbar sein

Auf ein vorliegendes Urteil (AZ: 907 Ds 6111 Js 250180/19) verweist das Rechtsportal des Deutschen Anwaltvereins. In diesem Fall lud der Angeklagte bei Whatsapp ein rund eine Minute langes Video mit Nazi-Propaganda in seinen Status. 24 Stunden konnten es seine Whatsapp-Kontakte sehen. Das werteten die Richter als ein Verbreiten strafbarer Inhalte. Für das Urteil sei es nicht entscheidend, ob jemand das Video überhaupt bemerkt hatte.

App WhatsApp
Art Messenger-Dienst
Unternehmen Meta Platforms
Erscheinungsjahr 2009
Unternehmenssitz Mountain View, Kalifornien
Nutzer über 2 Milliarden

Denn bei insgesamt 229 auf dem Handy gespeicherten Kontakten habe der Angeklagte das Video einem "nicht kontrollierbaren Personenkreis von mindestens 75 Personen“ zugänglich gemacht. Von dieser Zahl gingen die Richter aufgrund der hohen Nutzerzahlen des Messengerdienstes aus.

Unterdessen warnt die Polizei derzeit vor einer neuen Abzock-Masche auf Whatsapp, auf die bereits Hunderte Nutzer reingefallen sind. (dpa/bekö)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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