Demission

Kölner Polizeipräsident Albers wird in Ruhestand versetzt

Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers muss nach der Kritik an seiner Person nach den Vorfällen in der Kölner City in der Silvesternacht seinen Posten räumen.

Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers muss nach der Kritik an seiner Person nach den Vorfällen in der Kölner City in der Silvesternacht seinen Posten räumen.

Foto: Oliver Berg / dpa

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat nach den Gewaltexzessen an Silvester in Köln Konsequenzen gezogen: Kölns Polizeipräsident muss gehen.

Düsseldorf. Nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof wird Polizeipräsident Wolfgang Albers einem Insider zufolge in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Dies habe NRW-Innenminister Ralf Jäger Albers mitgeteilt, hieß es am Freitag im Umfeld der Landesregierung. Ein Sprecher des Innenministeriums kommentierte dies zunächst nicht und verwies auf eine am Nachmittag geplante Erklärung Jägers.

Zuletzt waren zunehmend Rücktrittsforderungen gegen Albers laut geworden. Unter anderem war Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker deutlich auf Distanz gegangen.

Albers soll Informationen zurückgehalten haben

Dem Polizeipräsidenten wurde unter anderem vorgeworfen, die Öffentlichkeit nach den Übergriffen nicht rechtzeitig informiert zu haben und Informationen unter anderem über die Herkunft der Verdächtigen zurückgehalten zu haben.

Aus einer Gruppe von 1000 Männern heraus hatten sich in der Silvesternacht kleinere Gruppen gebildet, die Frauen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen haben sollen. Der Polizeieinsatz war von vielen Seiten scharf kritisiert worden, unter anderem von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Informationen über den Einsatzablauf kamen nur stückchenweise ans Licht. (rtr/dpa)