Limburgs Bischof fühlt sich vom Papst „ermutigt“

20-Minuten-Audienz für Tebartz-van Elst. Aber weiter Rätsel um seine Zukunft

Rom. Eine Woche hatte Franz-Peter Tebartz-van Elst in Rom auf diesen Termin gewartet – am Montag um 12 Uhr war es so weit: Limburgs umstrittener Bischof wurde von Papst Franziskus im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen. Das Gespräch dauerte 20 Minuten, über das Ergebnis wurde Stillschweigen vereinbart. Über einen Sprecher ließ Tebartz-van Elst lediglich mitteilen, er sei dankbar für die „sehr ermutigende Begegnung“.

Im Gespräch mit Franziskus dürfte der Limburger Bischof seine Sicht der Vorgänge rund um die Kosten seines Bischofssitzes und den Vorwurf der falschen eidesstattlichen Erklärung vorgetragen haben. 30 Minuten vorher hatte der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner den Papst über die Affäre unterrichtet.

Der 53-Jährige Tebartz-van Elst steht wegen der Kostenexplosion beim Um- und Neubau seiner Residenz unter Druck. Statt ursprünglich 5,5 Millionen Euro werden die Kosten inzwischen auf mehr als 31 Millionen beziffert. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Strafbefehl gegen den Geistlichen beantragt, da er zu einem First-Class-Flug nach Indien falsche Angaben gemacht haben soll. Zahlreiche Priester seines Bistums, enge Mitarbeiter in Limburg und auch deutsche Bischöfe haben sich inzwischen von ihm distanziert.