Wähler mit Regierung zufrieden

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Auch Kanzlerin Merkel baut ihren Vorsprung gegenüber Herausforderer Steinbrück aus

Berlin. Gut sieben Wochen vor der Bundestagswahl kommen Union und FDP in einer weiteren Umfrage auf eine eigene Mehrheit. In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend schaffen die Koalitionsparteien mit 47 Prozent erstmals seit November 2009 wieder ein besseres Ergebnis als alle Oppositionsparteien im Bundestag zusammen.

Die Union liegt unverändert bei 42 Prozent, die FDP kann sich um einen Punkt auf fünf Prozent verbessern. Auch die SPD legt um einen Punkt auf 26 Prozent zu. Allerdings verliert ihr Wunsch-Partner Grüne einen Punkt auf 13 Prozent. Die Linke bleibt bei sieben Prozent. Auch die Institute Forsa und Allensbach sehen die Koalition derzeit mit einer eigenen Mehrheit, im jüngsten ZDF-Politbarometer liegen Koalition und Opposition dagegen gleichauf bei 46 Prozent.

Mehr noch als die Mehrheit für Schwarz-Gelb dürfte die Wahlkämpfer der Opposition die hohe Zufriedenheit mit der Bundesregierung (52 Prozent, plus neun im Vergleich zum Mai) ernüchtern. Eine weit verbreitete These ist, dass die Zufriedenheit mit der jeweiligen Regierung über den Wahlausgang entscheidet. Der Geschäftsführer von Infratest dimap, Richard Hilmer, hatte darauf hingewiesen, dass sich bei allen Landtags- und Bundestagswahlen zwischen 1997 und 2012 die Regierungen einigermaßen in Sicherheit hätten wiegen können, mit deren Amtsführung mindestens die Hälfte zufrieden gewesen sei. Aber Hilmer räumte ein: Der Ausgang der Landtagswahl in Niedersachsen habe die Prognosetauglichkeit des Faktors Regierungszufriedenheit grundlegend infrage gestellt. Dort hatte Regierungschef David McAllister (CDU) im Januar trotz hoher Popularität und großer Zufriedenheit mit seiner schwarz-gelben Landesregierung die Wahl an Rot-Grün verloren.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) baute ihren Vorsprung gegenüber ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) weiter aus. Bei einer Direktwahl würden sich der Umfrage zufolge 60 Prozent (plus zwei) für Merkel entscheiden und 28 Prozent (plus eins) für den SPD-Kanzlerkandidaten.

( (rtr) )

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