Schwerer Neustart für Laschet und NRW-CDU nach Wahldesaster

Krefeld. Die CDU in Nordrhein-Westfalen hat sich sieben Wochen nach ihrer verheerenden Wahlniederlage neu aufgestellt und Armin Laschet zum Vorsitzenden gewählt. Allerdings bekam der bisherige Parteivize beim Sonderparteitag in Krefeld schwache 77,6 Prozent Zustimmung. Der 51-Jährige folgt auf Wahlverlierer Norbert Röttgen und soll die schwer angeschlagene Partei aus der Krise führen. Der ehemalige NRW-Integrationsminister aus Aachen hatte keinen Gegenkandidaten. Laschets schnelle Nominierung Ende Mai ohne vorherige Befragung der Parteibasis hatte damals Kritik an "Hinterzimmer-Entscheidungen" ausgelöst.

Die CDU war unter Röttgen bei der Landtagswahl am 13. Mai auf ein historisches Tief von 26,3 Prozent abgestürzt. Röttgen hatte sofort seinen Rücktritt angekündigt. Drei Tage später entließ ihn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Bundesumweltminister. Rot-Grün war dagegen in NRW erstarkt. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kann nach zwei Jahren Minderheitsregierung auf eine stabile Mehrheit bauen.

( (HA) )