Neustart für Bahnprojekt mit Hindernissen

Bauarbeiten für Stuttgart 21 nach Blockade fortgesetzt

Stuttgart. Die Bauarbeiten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 sind nach einer Blockade gestern fortgesetzt worden. Rund 50 Gegner der geplanten Verlegung des Bahnhofs unter die Erde hatten an der Nordseite des Gebäudes bis zum Mittag zwei Baufahrzeugen die Einfahrt versperrt.

Im Auftrag der Bahn will der Energieversorger EnBW eine Starkstrom-Kabeltrasse verlegen, um Platz für ein geplantes unterirdisches Technikgebäude zu schaffen. Die Polizei löste die Blockade direkt vor dem Bauzaun auf. Die Aktivisten fühlen sich nach eigenen Angaben den sogenannten Parkschützern zugehörig und wehren sich vor allem gegen die Kosten des Bahnvorhabens und dessen Risiken. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 war nach eigenen Angaben nicht an der Blockade beteiligt. Montagabend demonstrierten wieder Tausende Menschen gegen das Bahnprojekt.

Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) zeigte sich überzeugt, dass das 4,1 Milliarden Euro teure Bahnprojekt umgesetzt wird. "Ab heute wird wieder gebaut, und der Bau wird weitergehen", sagte er auf dem Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer in Karlsruhe. Die Südwest-Grünen kritisierten die Wiederaufnahme der Bauarbeiten. Der Baustopp müsse aufrechterhalten werden, bis Mitte des Jahres das Ergebnis des Stresstests für Stuttgart 21 vorliege. Zudem wollen die Grünen einen Volksentscheid.

( (HA) )

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