Leyen will Hürden für ausländische Fachkräfte senken

Erleichterungen vor allem für Ingenieure und Ärzte. CSU stellt sich quer

Berlin. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte aus bestimmten Berufen erleichtern. Sie strebt Ausnahmen von der derzeit gültigen Regelung an, wonach Arbeitgeber prinzipiell nur dann einen ausländischen Experten einstellen dürfen, wenn die Arbeitsagentur keinen deutschen Bewerber findet.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner sprach von einem kleinen Schritt in die richtige Richtung. "Deutschland muss attraktiver werden für Fachkräfte aus dem Ausland, damit der Mangel an Fachkräften nicht zum Mangel an Wirtschaftswachstum führt", sagte er dem Abendblatt. Dagegen warnte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt vor dem jüngsten Vorstoß der Arbeitsministerin. "Wer die Zuwanderungsregeln lockert, der verabschiedet sich vom Ziel Vollbeschäftigung", sagte er dem Abendblatt. "Es muss weiter das Prinzip gelten: Qualifizierung vor Zuwanderung."