Runder Tisch fordert besseren Schutz gegen Missbrauch

Berlin. Nach gut sieben Monaten Beratungen hat der runde Tisch gegen Kindesmissbrauch einen ersten Zwischenbericht vorgelegt. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Bildungsministerin Annette Schavan und Familienministerin Kristina Schröder (beide CDU) präsentierten gestern ihre Pläne für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen. Danach sollen künftig strengere Standards für Einrichtungen gelten, die mit Kindern arbeiten. Leutheusser-Schnarrenberger plant, die Verjährungsfristen für eine Entschädigung von Missbrauchsopfern von drei auf 30 Jahre zu verlängern. Außerdem will sie Mehrfachbefragungen von Missbrauchsopfern in Strafverfahren verhindern. Die drei Ministerinnen hatten den runden Tisch im Frühjahr ins Leben gerufen. Zuvor waren massenhaft Missbrauchsfälle in Schulen und katholischen Einrichtungen bekannt geworden. Bis Ende 2011 soll ein Abschlussbericht vorliegen.