EU will Kostenschock bei Handy-Rechnungen aus dem Ausland verhindern

Brüssel. Wer im Sommerurlaub an fremden Stränden mit Laptop oder Handy surft, braucht bei der Heimkehr keine "Rechnungsschocks" mehr zu fürchten: Am Donnerstag treten neue EU-Roamingvorschriften in Kraft, die eine Obergrenze von 50 Euro für mobile Internetnutzung festschreiben. Auch Handygespräche in oder aus EU-Ländern werden um fünf Cent billiger. Der bisherige Tarifdschungel hatte für böse Überraschungen gesorgt. So erhielt 2009 ein Deutscher, der in Frankreich eine TV-Sendung heruntergeladen hatte, eine Rechnung über 46 000 Euro. Vom 1. Juli an müssen Anbieter ihren Kunden eine Warnung schicken, sobald 80 Prozent der Kostengrenze (automatisch 50 Euro, es sei denn, ein anderer Betrag ist vereinbart) erreicht sind. Sind die 50 Euro aufgezehrt, muss die Verbindung gekappt werden.