Jungpriester fordern Mixas Rückzug aus der Öffentlichkeit

Augsburg. Die Kritik an den Äußerungen des zurückgetretenen Augsburger Bischofs Walter Mixa reißt nicht ab. Der frühere Leiter von Radio Vatikan, Pater Eberhard von Gemmingen, sagte im ZDF, Mixa sei "ein kranker Mann" und leide an einem "Wirklichkeitsverlust", über den er hinwegkommen müsse. "Er bräuchte jetzt vor allem Freunde, die ihn an die Hand nehmen und sagen: ,So geht es nicht.'" Zehn Jungpriester aus Augsburg legten Mixa zudem in einem Brief nahe, "sich zum Wohl der Kirche aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen".

Der Grund für die Schelte: Mixa hatte den Rücktritt vom Rücktritt angekündigt. Er erwäge einen Gang vor das Appelationsgericht des Papstes, um seinen Amtsverzicht anzufechten. Auf ihn sei massiver Druck ausgeübt worden, auch von anderen Bischöfen. Benedikt XVI. hat diesem Plan jedoch bereits eine klare Absage erteilt.