Ihr droht die Steinigung: Iranerin soll in Deutschland bleiben dürfen

Hannover. Im Fall der 24 Jahre alten Iranerin Zahra Kameli, der bei Abschiebung in die Heimat die Todesstrafe durch Steinigung drohen könnte, hat sich jetzt ein All-Parteien-Bündnis im niedersächsischen Landtag für den Verbleib der Frau in Deutschland ausgesprochen. Es wird erwartet, daß der Petitionsausschuß des Landtags in einer Sondersitzung am Mittwoch den Fall der jungen Iranerin als Härtefall einstuft und Innenminister Uwe Schünemann (CDU) dafür sorgt, daß die Ausländerbehörde ihr eine mindestens befristete Aufenthaltsgenehmigung erteilt.

Nach einem Treffen der Fraktionschefs mit Schünemann und der evangelischen Bischöfin Margot Käßmann versicherten alle Gesprächsteilnehmer, die Angelegenheit sei "auf einem guten Weg".

Zahra Kameli droht nach Einschätzung von Flüchtlingsorganisationen im Iran die Todesstrafe durch Steinigung wegen Ehebruchs und Wechsel vom Islam zum Christentum.

Nach Ablehnung ihres Asylantrags war die Rückführung der 2001 nach Deutschland gekommenen Frau vor zehn Tagen nur gescheitert, weil ein Lufthansapilot sich weigerte, die völlig verzweifelte und erschöpfte junge Frau gegen ihren Willen auf seinem Flug mitzunehmen.

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