"Die Spareinlagen der Deutschen sind sicher"

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München. Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, Jörg Asmussen, hält die Spareinlagen und Anlagevermögen in Deutschland für sicher. Auch Sorgen vor einer Geldentwertung wies er in einem Interview mit dem "Focus" zurück. "Der Sparer in Deutschland muss sich keine Sorgen über die Sicherheit seines Geldes machen", sagte Asmussen. Auch eine stärkere gegenseitige Haftung der europäischen Kreditinstitute in einer geplanten Bankenunion erhöhe nicht das Risiko für die Anleger. Vielmehr werde zusätzliche Stabilität gewonnen. Asmussen wies zudem darauf hin, dass die Inflationsrate in den vergangenen 14 Jahren des Euro niedriger ausgefallen ist als zu D-Mark-Zeiten. Dem Sparer könne er daher sagen: "Ihr Geld ist sicher vor Inflation."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine Übertragung von mehr Kompetenzen auf die Europäische Union ausgesprochen. Die CDU-Vorsitzende sagte am Wochenende, ohne mehr Gemeinsamkeit und mehr Kontrolle aus Europa sei der Euro nur schwer stabil zu halten. Sie pochte darauf, der EU ein Klagerecht einzuräumen, um wirkungsvoller gegen übermäßige Schuldenmacherei vorgehen zu können. Eines der Probleme der EU und des Euro-Raums sei ja gerade, "dass wir uns oft was versprochen und doch nicht eingehalten haben". So habe es kaum jemanden gestört, wenn das Stabilitätskriterium von drei Prozent nicht eingehalten wurde. "So geht das in Europa nicht weiter, unter keinen Umständen." Vor dem Hintergrund der griechischen Parlamentswahl sagte Merkel, dass sie von der neuen Regierung ein Signal erwarte, dass sie sich an Abmachungen halte. Bei den Hilfen der Euro-Staaten gehe es darum, ein Fundament dafür zu bauen, "dass auch unsere Kinder und Enkel in Wohlstand leben können".

Griechenland sollte nach Ansicht der OECD die Chance erhalten, die Bedingungen für die internationalen Finanzhilfen im Umfang von 130 Milliarden Euro neu auszuhandeln. Er sehe ein solches Szenario, wenn dadurch das Land in der Euro-Zone gehalten werde, sagte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurría. Dabei könne es darum gehen, Griechenland mehr Zeit einzuräumen oder die Schwerpunkte der vereinbarten Bedingungen zu verändern.

( (HA) )