Ukraine-Konflikt

OSZE-Beobachter warnen vor weiterer Eskalation

Der Waffenstillstand in der Ostukraine wird  laut OSZE immer wieder gebrochen

Der Waffenstillstand in der Ostukraine wird laut OSZE immer wieder gebrochen

Foto: Str / dpa

Die Mission stellt immer wieder Verletzungen des Waffenstillstands fest. Dabei werden die Beobachter auch selbst zur Zielscheibe.

Die prorussischen Rebellen in der Ostukraine haben vor einem Scheitern der Minsker Friedensvereinbarung gewarnt. Sollte der Prozess zum Stillstand kommen, drohe nicht nur ein Krieg im Donezkbecken, sagte Rebellenvertreter Denis Puschilin am Mittwoch. „Dies könnte einen großen Krieg bedeuten.“ Leider gebe es immer wieder Provokationen der Regierungstruppen.

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin warf seinerseits den Rebellen vor, das Mitte Februar in Minsk geschlossene Abkommen torpedieren zu wollen. Er verwies auf Berichte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit, die von eindeutigen Verletzungen des Waffenstillstands östlich und nördlich der Stadt Mariupol berichtet hatte. Die jüngste Eskalation sei alarmierend, erklärte die OSZE.

Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag den Fuhrpark der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) angegriffen. Die OSZE überwacht mit mehr als 500 Mitarbeitern die Lage in dem Kriegsgebiet. Die Separatisten in Donezk distanzieren sich von dem Anschlag auf die OSZE bei dem vier gepanzerte Fahrzeuge zerstört wurden. Die Tat sei vermutlich von Provokateuren verübt worden. Zuletzt hatten Demonstranten in Donezk der OSZE „Einseitigkeit“ vorgeworfen.

Zuvor kam es um Donezk immer wieder zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Die Regierung warf den Rebellen den Einsatz von schweren Waffen vor. Die hätten laut dem Friedensabkommen aber schon längst von der Front abgezogen werden müssen.

Der Konflikt war im April vergangenen Jahres ausgebrochen. Aufständische in den russischsprachigen Gebieten im Osten der Ukraine rebellierten gegen die neue prowestliche Regierung in Kiew. Bislang wurden bei Kämpfen mehr als 6500 Menschen getötet.