Präsidentschaft

Jeb Bush will Pläne zu US-Präsidentschaft preisgeben

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Im Falle einer Kandidatur wäre Bush der Favorit unter den Republikanern. Der Ex-Gouverneur ist besonders unter Latinos beliebt.

Miami.  Nach monatelanger Spekulation um seine mögliche Präsidentschaftskandidatur will der US-Republikaner Jeb Bush am 15. Juni sein Schweigen brechen. Der Ex-Gouverneur von Florida, Sohn und Bruder ehemaliger US-Präsidenten, veröffentlichte das Datum am Donnerstag auf einer Website mit den Worten „Coming Soon“ (Kommt bald). Beratern zufolge will er seine Pläne über eine Kandidatur an einem College in Miami bekanntgeben.

Bush, der auch durch seinen Vater George H. W. Bush und seinen Bruder George W. Bush ausgezeichnete Kontakte zu großen Geldgebern genießt, sammelt bereits aggressiv Spenden für sein Aktionskomitee. Sobald er seine Kandidatur erklärt, darf er für dieses sogenannte Super PAC namens „Right to Rise“ aber keine Spenden mehr sammeln. Bush spricht Spanisch, ist mit einer Mexikanerin verheiratet und genießt den Rückhalt vieler Latinos in den USA.

Der republikanische Ex-Gouverneur von Texas Rick Perry stieg unterdessen nach 2011 zum zweiten Mal ins Rennen ums Weiße Haus ein. Bei seiner Antrittsrede am Donnerstag bezeichnete Perry die Präsidentschaft des Amtsinhabers Barack Obama als „Ära von Führungsversagen“. Er habe die USA im Ausland geschwächt, wodurch die Welt ins Chaos abgerutscht sei. Mit breitem texanischem Akzent kritisierte Perry die Atomverhandlungen mit dem Iran und den Abzug der US-Truppen aus dem Irak.

Offiziell erklärt haben ihre Kandidatur damit zehn namhafte Republikaner, darunter die Senatoren Ted Cruz, Rand Paul und Marco Rubio. Mindestens fünf weitere Kandidaten sind im Gespräch. Im Lager der Demokraten sind vier Kandidaten offiziell im Rennen. Unter ihnen gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton derzeit als klare Favoritin.