Poroschenko lehnt Friedensvorschlag von Putin ab

Kiew. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat einen Friedensvorschlag des russischen Staatschefs Wladimir Putin nach Angaben der Regierung in Moskau abgelehnt. In den vergangenen Tagen habe Russland ständig Versuche unternommen, in dem Konflikt zu vermitteln, zitierte die Nachrichtenagentur Itar-Tass Putin-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag. Donnerstagnacht habe Putin Poroschenko sogar einen Brief geschickt mit einem „konkreten Vorschlag“. Der russische Fernsehsender NTV zeigte eine Kopie. Darin schlägt Putin „dringende Maßnahmen zur Beendigung des gegenseitigen Beschusses“ vor. Außerdem sollen die Konfliktparteien Waffen mit einem Kaliber größer als 100 Millimeter rasch abziehen. Pro-Russische Separatisten kämpfen bereits seit Monaten gegen die ukrainische Armee.

Zuvor hatten die ukrainischen Streitkräfte einen Großangriff auf die Rebellen am Flughafen der Stadt Donezk begonnen, um in den vergangenen Wochen verlorenes Gelände zurückzuerobern.

Militärsprecher Andrej Lysenko sagte am Sonntag in Kiew, das Gebiet am stark zerstörten Flughafen sei wieder weitgehend unter Kontrolle der Regierungstruppen. Damit verlaufe die Front wieder entlang der Linie, die bei Abschluss des Minsker Abkommens Anfang September vergangenen Jahres gegolten habe. Daher habe die ukrainische Armee mit ihrem Angriff auch nicht gegen die mit Russland und den Rebellen getroffene Vereinbarung verstoßen.