Tote am Tag der Volksabstimmung in der Ostukraine

Separatisten: Hohe Zustimmung zur Abspaltung, EU berät über neue Sanktionen

Donezk. Am Tag des Referendums in der Ostukraine über die Abspaltung vom Rest des Landes haben Regierungstruppen nach Darstellung russischer Separatisten das Feuer auf eine Menschenmenge vor einem Rathaus eröffnet. Dabei habe es mehrere Tote gegeben, sagte ein Sprecher der Aufständischen der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass. Der Vorfall habe sich in der Stadt Krasnoarmejsk ereignet – nur wenige Stunden, nachdem Nationalgardisten dort die Stimmabgabe für das Referendum gestoppt hätten. Zuvor hatten die Anführer der selbst ernannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk von einer überwältigenden Beteiligung an der Abstimmung berichtet, große Zustimmung für eine Eigenständigkeit sei sehr wahrscheinlich. Die Wahllokale sollten bis in den späten Abend geöffnet bleiben, ein Ergebnis wurde erst im Laufe der Nacht erwartet. Die prowestliche Regierung in Kiew erkennt wie die EU die Befragung nicht an. Die USA warfen Russlands Präsidenten Wladimir Putin vor, er habe seinem Aufruf an die Separatisten zur Verschiebung des Referendums keine Taten folgen lassen. Die Außenminister der 28 EU-Staaten wollen heute über härtere Sanktionen gegen Russland entscheiden. Laut Diplomaten sind weitere Einreiseverbote und Kontensperrungen wahrscheinlich.

( (dpa/AP) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Ausland