Griechenland geht stärker gegen Korruption vor als Spanien

Berlin. Dänemark und Neuseeland sind einer Studie zufolge die am wenigsten von Korruption betroffenen Staaten weltweit. Wie die Organisation Transparency International (TI) erklärte, liegen beide Länder unter 177 geprüften Staaten gemeinsam auf Rang eins. Griechenland bleibt trotz einer deutlichen Verbesserung der am stärksten von Korruption durchsetzte EU-Staat. Deutschland landete zusammen mit Island auf Rang zwölf. Schlusslichter bleiben Somalia, Nordkorea und Afghanistan.

Mehr als zwei Drittel der 177 Länder erreichen weniger als 50 Punkte im diesjährigen TI-Korruptionsindex. Der Corruption Perceptions Index (CPI) reicht von null bis 100, wobei 100 für den niedrigsten Korruptionsgrad im öffentlichen Sektor steht. Er stützt sich auf verschiedene Umfragen und Untersuchungen von neun unabhängigen Institutionen. Laut TI werden Geschäftsleute sowie Länderanalysten befragt und Umfragen mit Staatsbürgern im In- und Ausland miteinbezogen.

Griechenland ist mit 40 Punkten auch 2013 das am schlechtesten bewertete Land in der EU, hat im Kampf gegen die Schuldenkrise allerdings auch Fortschritte auf dem Feld der Korruptionsbekämpfung gemacht, wie Transparency-Experte Finn Heinrich sagte. Während sich Griechenland von Rang 94 auf Rang 80 verbesserte, fiel Spanien dagegen von Rang 30 auf Rang 40 zurück. Madrid habe mehreren jüngst aufgedeckten Korruptionsskandalen wenig Aufmerksamkeit gewidmet.