Asylpolitik der Schweiz wird auf Rassismus geprüft

Bern. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) will neue Regelungen in der schweizerischen Asylpolitik laut einem Medienbericht auf Diskriminierung und Rassismus überprüfen. „Man kann nicht wegdiskutieren, dass es in der Schweiz eine schlechte Stimmung gegenüber Asylsuchenden und insbesondere Roma gibt“, sagte die EKR-Präsidentin Martine Brunschwig Graf der „Sonntagszeitung“. Daher solle es eine Gesamtanalyse des Asylsystems geben.

Genauer untersucht werden soll unter anderem die Einrichtung eines Asylheims im Ort Bremgarten und das von der Gemeinde ausgesprochene Benutzungsverbot für das städtische Schwimmbad. Das Badeverbot für die Asylsuchenden hatte unter anderem in Deutschland für Empörung gesorgt.

Die Aargauer Sozialministerin, Susanne Hochuli (Grüne), verteidigte die Hausverbote: „Wenn Asylsuchende in die Schweiz kommen, sollte man ihnen nicht den roten Teppich auslegen“, sagte sie dem „Sonntagsblick“. Die Regeln seien ein Kompromiss, damit die Bevölkerung von Bremgarten die neue Unterkunft akzeptiere.

( (KNA/dpa) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Ausland