Koptischer Bischof hält Entwicklung für hoffnungsvoll

Höxter. Der koptische Bischof für Deutschland, Anba Damian, begrüßt die friedliche Entmachtung von Ägyptens Staatspräsidenten Mohammed Mursi. Er habe jetzt die große Hoffnung, dass es mit dem Land wieder aufwärtsgehe und dass auch die koptischen Christen in Ägypten gleichberechtigt würden, sagte Damian in Höxter. Unter dem Deckmantel des Islam hätten die Muslimbrüder vor allem eigene Interessen verfolgt und eine korrupte Herrschaft errichtet. Die Muslimbrüder hätten zudem die in Ägypten lebenden Christen massiv bedroht und verunsichert.

Damian lobte die Rolle des Militärs, das auf Wunsch des Volkes gehandelt und versprochen habe, sich schnell wieder aus der Politik zurückzuziehen. Die Armee sei die einzige Kraft gewesen, die Mursi habe stoppen können. Zur Rolle des koptischen Papstes Tawadros II. sagte der Bischof, seine Einbindung sei ein wichtiges politisches Signal. Das Militär wolle ein breites Spektrum des Volkes am Neubau Ägyptens beteiligen. Als Patriarch sei Tawadros kein Politiker. Er sei aber als Vertreter von rund zwölf Millionen Kopten eine wichtige gesellschaftliche Kraft, die die Interessen der Christen einbringen werde.