Deutschland soll 10.000 Flüchtlinge aufnehmen

Genf/Damaskus. Die Vereinten Nationen verhandeln mit Deutschland über die Aufnahme von 10.000 syrischen Flüchtlingen. Die Gespräche liefen seit einiger Zeit, sagte ein Sprecher des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Auch mit anderen europäischen Regierungen werde gesprochen. Beratungen über Umsiedlungsprogramme solle es noch diesen Monat oder Anfang Juli in Genf geben. Der Sprecher betonte, dass die Mehrzahl der Flüchtlinge nach einem Ende des Bürgerkriegs wieder in ihr Land zurückkehren wolle. Seit dem Beginn der Revolte gegen Syriens Präsidenten Baschar al-Assad vor mehr als zwei Jahren haben 1,6 Millionen Menschen das Bürgerkriegsland verlassen. Die meisten flüchteten in den Libanon, nach Jordanien, in die Türkei und den Irak sowie nach Ägypten.

Begleitet von Kämpfen und neuem Terror geht in Syrien die Suche nach einer politischen Einigung weiter. In Damaskus sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einer Polizeiwache in die Luft. Er riss 14 Menschen mit in den Tod. Nach Angaben von Augenzeugen und staatlichen Medien wurden 31 Menschen verletzt. Der russische Botschafter in Damaskus traf sich in der Nacht mit Vertretern der sogenannten gemäßigten Opposition. Die Mitglieder des Nationalen Koordinierungskomitees erklärten anschließend, ihre Bedingung für die Teilnahme an der von Russland und den USA geplanten Friedensverhandlung in Genf sei der Abzug „aller ausländischen Bewaffneten aus Syrien“.

Damit ist sowohl die libanesische Hisbollah-Miliz gemeint, die auf der Seite von Assad steht, als auch die selbst ernannten „Gotteskrieger“, die mit den Rebellen kämpfen. Die Exil-Opposition hatte zuvor bereits erklärt, sie werde nicht verhandeln, solange die Milizionäre der schiitischen Hisbollah im Lande seien. Die sunnitischen Freiwilligen hatte sie nicht erwähnt.

( (AFP/dpa) )

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