US-Wahl

In New Jersey darf bis Freitag gewählt werden

Der Sieger der US-Präsidentschaftswahl steht fest, trotzdem geht die Wahl weiter. Die Amerikaner wählten aber nicht nur den Präsidenten.

Der Wirbelsturm "Sandy" hat die Stimmabgabe in New Jersey bis Freitagabend verlängert. Die Zahl der Anträge auf eine Sondergenehmigung für die Wahl per E-Mail sei so groß, dass sie nicht mehr am Dienstag beantwortet werden könnten, teilte die stellvertretende Gouverneurin des US-Staats, Kim Guadango, mit. Genehmigt wird dies nur für Bürger, die wegen des Wirbelsturms ihre Wohnung verlassen mussten.

Der nächste Kennedy auf dem Weg nach Washington: Joseph Kennedy III., 31 Jahre junger Enkel des verstorbenen Senators Robert F. Kennedy, gewann einen Sitz im Kongress. Sein Distrikt in Massachusetts ist seit Jahrzehnten fest in demokratischer Hand, zuletzt wurde hier 1944 ein Republikaner gewählt.

Die Todesstrafe in Kalifornien bleibt. Mit knapper Mehrheit wurde der Volksentscheid "Proposition 34" zur Abschaffung der Todesstrafe abgelehnt. Derzeit sitzen 726 Gefängnisinsassen in Kalifornien in Todestrakten. Ihre Strafe sollte nach der Initiative der Todesstrafengegner in lebenslange Haft ohne Freilassung auf Bewährung umgewandelt werden. Seit 1978 wurden in dem Westküstenstaat 13 Menschen hingerichtet.

Für die Homo-Ehe haben sich die Wähler in den Staaten Maryland und Maine ausgesprochen. Nun ist die Homo-Ehe in acht US-Staaten erlaubt. US-Präsident Barack Obama hatte im vorigen Mai Homosexuellen, die heiraten wollen, seine Unterstützung ausgesprochen.

Der Legalisierung von Marihuana haben die Wähler von Colorado und Washington zugestimmt. Auf staatlicher Ebene ist der Besitz kleiner Mengen des Rauschmittels für Konsumenten über 21 Jahren damit nun möglich. Der Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper, sagte, dass die Droge aus Sicht der Bundesbehörden weiterhin illegal ist.

Glückwunsch aus Hamburg: Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat erfreut auf die Wiederwahl von Obama reagiert. Vernunft und Humanismus hätten die Wahl entschieden, erklärte Scholz. "Der Präsident und sein Land werden gebraucht, um die zahlreichen internationalen Herausforderungen für Sicherheit und Frieden bestehen zu können."

Twitter-Botschaften von Prominenten kamen unter anderem vom deutschen Nationalspieler Jerome Boateng (Bayern München), der schrieb: "Guten Morgen. Freue mich sehr für Amerika. Obama ist der beste Präsident. Jaaaaaa Obama! Glückwunsch zu diesem großen Sieg." Auch Ex-Tennisprofi Boris Becker twitterte: "Obama!!!"