Hilfslieferungen nach Syrien kommen bei Kriegsopfern nicht an

Beirut. Zwei Millionen Kriegsopfer in Syrien haben nach Einschätzung der Europäischen Union keinen Zugang zu Hilfslieferungen. Die EU-Kommissarin für humanitäre Angelegenheiten, Kristalina Georgieva, erklärte in New York, Grund seien die zunehmenden Gefechte und Verzögerungen bei der Visa-Vergabe an Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen. Georgieva erklärte, in anderen Konflikten hätten die Beteiligten eine Kampfpause eingehalten. In Syrien geschehe das nicht, weil der internationale Druck nicht stark genug sei.

Der Konflikt in Syrien hat bislang 26 000 Tote gefordert. Rund drei Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, wie die Pressestelle des Bundestags nach einer Sitzung des Menschenrechtsausschusses mitteilte. Sowohl die Regierung von Präsident Baschar al-Assad als auch die oppositionellen Gruppen hätten Menschenrechtsverletzungen begangen.

Bei einem Sprengstoffanschlag auf Regierungstruppen sind nach Rebellenangaben am Mittwoch mindestens 18 Soldaten getötet worden. Wie die syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mitteilten, wurden dabei nahe der türkischen Grenze auch Dutzende Menschen verletzt.