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Europäer müssen bis zur Rente länger arbeiten

In Deutschland wird das Renteneintrittsalter von 2012 an stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann auch künftig bei vollen Bezügen mit 65 Jahren aufhören. Ab 35 Beitragsjahren bleibt es zwar beim frühesten Eintritt mit 63, dann allerdings mit einem Abschlag von 14,4 Prozent auf die Rente.

Die Franzosen gehen bislang mit 60 Jahren in Rente und damit EU-weit am frühesten. Vergangenen Dienstag hat die Nationalversammlung einen strengen Sparhausalt beschlossen. Dazu zählt auch eine Anhebung auf 62 Jahre.

In Griechenland soll das Rentenalter von derzeit 61,5 auf 65 Jahre steigen. Zugleich aber beschloss die Regierung Anfang der Woche, dass 16 000 Bedienstete frühzeitig in Rente gehen, in die sogenannte Arbeitsreserve, in der sie nur 60 Prozent ihres bisherigen Gehalts erhalten. Zugleich wurde unlängst bekannt, dass an fast 21 000 "Phantom-Rentner" Bezüge gezahlt werden.

Die Spanier müssen von 2013 an länger arbeiten. Das gesetzliche Rentenalter wurde auf 67 angehoben, für den Vorruhestand gilt ein Mindestalter von 63 Jahren und eine Beitragszeit von 33 Jahren. Auch diese Reformen hatten zu heftigen Proteste geführt.

In Italien hatte sich noch die Koalition unter dem zurückgetretenen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf eine Anhebung von 65 auf 67 Jahre geeinigt. Der neue Premier Mario Monti will seine Reformpläne am Montag vorstellen. Bislang können Italiener ab 60 Jahre in den Ruhestand gehen, wenn sie mindestens 36 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben - ab 40 Arbeitsjahren kann jeder in Rente gehen.

( (HA) )