Oettinger fordert 1000 000 000 000 Euro für Energie-Infrastruktur

Brüssel. Eine Billion Euro für neue Energienetze, massive Verbrauchseinsparungen und eine sicherere Atomkraft: Das sind Kernelemente der Strategie, mit der EU-Kommissar Günther Oettinger die Versorgungssicherheit und die Klimaschutzziele Europas in den kommenden zehn Jahren erreichen will. Derzeit sei die EU nicht für die Herausforderungen gerüstet, warnte Oettinger bei der Vorstellung seiner Strategie. Die Energie sei zu teuer, die Infrastruktur veraltet und wegen mangelnder Investitionen drohe die EU bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien abgehängt zu werden.

Trotz des enormen Widerstands gegen die Berliner Atompolitik spielt die Kernkraft für Oettinger auch künftig eine zentrale Rolle. Angesichts des "neu erwachten Interesses" in Europa müsse ihr Potenzial "offen und objektiv" bewertet werden, die EU müsse ein weltweit führender Anbieter von Nukleartechnolgie bleiben.

Beim Verbrauch sei massives Sparen notwendig. Das will Oettinger mit einer Reihe von Vorschriften vorantreiben. Ein "Auto-Energielabel" und ein "Energie-Pass" für Gebäude sind in der Pipeline.