Iranerin droht Auspeitschung für falsches Foto

Hamburg/London. Die wegen angeblichen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani ist nach unbestätigten Berichten britischer Medien ein weiteres Mal zu 99 Peitschenhieben verurteilt worden. Aschtiani wird der "Anstiftung zur Korruption und Zuchtlosigkeit" beschuldigt. Die Londoner "Times" hatte am 28. August auf der Titelseite das Bild einer unverschleierten Frau gedruckt und dazu geschrieben: "Enthüllt - das wahre Gesicht der Frau, die der Iran steinigen will".

Inzwischen stellte sich heraus, dass das Foto die in Schweden lebende iranische Regimekritikerin Susan Hejrat zeigt. Obwohl sich die "Times" für das Versehen entschuldigte, soll Aschtiani - wie schon für den Ehebruch - offenbar ausgepeitscht werden.