Spanische Ausbilder von Attentäter in Afghanistan getötet

Kabul. Ein Attentäter hat in einem spanischen Polizei-Lager in Afghanistan zwei spanische Ausbilder und ihren Dolmetscher erschossen. Spanische Polizisten erwiderten das Feuer und töteten den Angreifer. "Das war eindeutig ein terroristischer Anschlag", sagte der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba in Madrid. Der Überfall ereignete sich in Kala-i-Nau im Nordwesten Afghanistans während einer Unterrichtsstunde, die spanische Polizisten ihren afghanischen Kollegen gaben.

Vor dem Lager versammelten sich nach dem Anschlag Hunderte empörte Afghanen. Einige aus der Menge versuchten, das Lager zu stürmen, wurden aber von den afghanischen Sicherheitskräften zurückgeschlagen.

Bei Gefechten östlich der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach Angaben der Nato 40 Taliban-Kämpfer getötet worden. Während einer gemeinsamen Operation der Nato-Truppe Isaf und der afghanischen Streitkräfte kam es zu einem Übergriff von Aufständischen. Regierungsmitarbeiter wurden angegriffen und Bürger bedroht, mit dem Ziel, die Parlamentswahl am 18. September zu verhindern. Viele Menschen fürchten um ihr Leben und wollen deshalb ihre Stimme nicht abgeben.

Unterdessen kam es in der Hauptstadt zu einem mutmaßlichen Gasangriff auf eine Mädchenschule. Neun Lehrerinnen und 46 Mädchen der Totja-Oberschule sind gestern Morgen in einem Krankenhaus behandelt worden. Vermutlich handelt es sich um eine Attacke der Taliban. Während ihrer Herrschaft war Mädchen der Schulbesuch verboten.