EU gibt mehr Geld für das überflutete Pakistan

Mehr Wasser als Land - laut Meteorologen wird sich bis Ende August an dieser Situation nicht viel geändert haben. Zwar rollt die Hilfe für die Flutopfer in Pakistan langsam an, aber auf ein baldiges Ende der Katastrophe darf das Land noch nicht hoffen. Die Europäische Union (EU) kündigte gestern an, eine Führungsrolle bei der Hilfe einnehmen zu wollen. "Die jetzigen Maßnahmen reichen bei Weitem nicht aus. Die Staatengemeinschaft muss handeln", sagte eine Sprecherin des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso. Die Soforthilfen wurden von 40 auf 70 Millionen Euro aufgestockt . Der Beitrag der Bundesregierung für die Flutopfer ist nach Ansicht des Bündnisses Entwicklung Hilft jedoch enttäuschend. Die Erhöhung der Soforthilfe von zehn auf 15 Millionen Euro komme zu spät, sagte der Geschäftsführer des Bündnisses, Peter Mucke. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat sich für eine internationale Geberkonferenz für die Flutopfer ausgesprochen. "Eine solche Konferenz wäre ein zusätzlicher Impuls, um mehr Gelder für den Wiederaufbau des Landes sammeln zu können", so Niebel.