Rebellenarmee verschleppt 700 Menschen in den Kongo

Kinshasa. Ugandische Rebellen haben nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch im Kongo und in Zentralafrika in den vergangenen anderthalb Jahren rund 700 Menschen, darunter zahlreiche Kinder, verschleppt. Die Widerstandsarmee des Herrn (Lord's Resistance Army, LRA) habe seit Februar 687 Menschen in ihre Gewalt gebracht, teilte die Organisation gestern mit. Sie hatte Hunderte von Flüchtlingen befragt.

Die Entführungen ereigneten sich laut Zeugenaussagen in der Zentralafrikanischen Republik sowie im Norden der Demokratischen Republik Kongo. Fast ein Drittel der Geiseln seien Kinder, von denen viele zu Kindersoldaten oder Sex-Sklaven der LRA-Kämpfer gemacht worden seien. Wer zu fliehen versuche, werde getötet.