Raketenangriffe auf Eilat und Akaba

Israelische und jordanische Stadt wurden von Ägypten aus beschossen. Ein Jordanier wurde getötet

Jerusalem. Das israelische Urlaubsziel Eilat und die unmittelbar benachbarte Stadt Akaba in Jordanien sind gestern mit Raketen beschossen worden. In Akaba wurde ein Mensch getötet, vier weitere erlitten Verletzungen, wie das jordanische Informationsministerium mitteilte. Die Raketen wurden nach Polizeiangaben offenbar von der Halbinsel Sinai abgefeuert.

Israelischen Medienberichten zufolge wurden insgesamt fünf Raketen auf Eilat und Akaba abgefeuert. Eine schlug vor einem Hotel in der Hafenstadt ein, wie der jordanische Informationsminister Ali Ajed erklärte. Ein Taxifahrer sei ums Leben gekommen, vier weitere Jordanier hätten Verletzungen erlitten. Eilat wurde von mehreren Explosionen erschüttert, Opfer gab es laut Polizei nicht.

Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte, die Raketen seien offenbar von der Halbinsel Sinai abgeschossen worden. Die ägyptische Polizei wies dies zurück. Ermittlungen hätten keine entsprechenden Hinweise geliefert, sagte ein Gewährsmann.

Es war der zweite Angriff dieser Art seit Jahresbeginn. Im April wurden mehrere Raketen auf Eilat und Akaba abgefeuert, verletzt wurde dabei niemand. Auch damals gingen die Behörden davon aus, dass die Angriffe aus dem Sinai ausgeführt wurden.

Die Bundesregierung in Berlin verurteilte den Raketenbeschuss. Der Vorfall zeige erneut, wie wichtig für alle Menschen im Nahen Osten eine aus Verhandlungen hervorgegangene tragfähige Friedenslösung sei, hieß es in einer Erklärung.

Bei einer gewaltigen Explosion im Gazastreifen wurde das Haus eines Hamas-Kommandeurs zerstört, 32 Menschen wurden verletzt. Palästinensische Sicherheitskräfte machten die israelische Luftwaffe für die Zerstörung des Hauses von Hamas-Anführer Ala Adnaf verantwortlich, die Streitkräfte wiesen jede Verantwortung zurück. Weil Adnaf als Bombenbauer bekannt ist, könnte es sich auch um einen Unfall gehandelt haben.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte der radikalislamischen Hamas, sie werde für alle vom Gazastreifen ausgehenden Angriffe verantwortlich gemacht.