Mossad

Mord von Dubai: Die Reiserouten der Verdächtigen

Foto: AP

Es zeigt 21 von 26 Tatverdächtigen im Mordfall Mahmud al-Mabhuh. Der Drahtzieher des Waffenschmuggels für die radikalislamische Hamas im Gazastreifen war am 19. Januar in einem Hotel in Dubai getötet worden. Bei 21 Gesuchten, mutmaßliche Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad, haben die Ermittler rekonstruiert, wann und wie sie nach Dubai ein- und von dort wieder ausgereist sind. Sie haben gefälschte Pässe benutzt und dabei die Identität von Israelis verwendet, die eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen: neben der israelischen die französische, britische, irische, australische, in einem Fall die deutsche.

Sechs der 26 Verdächtigen sind Frauen, fünf von ihnen finden sich auf dem Schaubild. Die Frau im linken Teil, dritte Reihe von unten links, trägt den Aliasnamen Gail Folliard. Sie war mit einem irischen Pass unterwegs und landete aus Paris kommend mit Air France (Flug AF 526) am 19. Januar um 1.10 Uhr in Dubai. Sie soll al-Mabhuh zum Öffnen seiner Hotelzimmertür bewegt haben. Damit habe die junge Frau mit blonder Perücke dem Mordkommando den Weg gebahnt, so die Ermittler.

Die Jüngste unter den Frauen, eine angeblich 23-Jährige alias Gabriella Barney (sie fehlt als Einzige auf dem Tableau) war mit einem gefälschten britischen Pass unterwegs. Ihre Identität soll von einer jungen Frau mit israelisch- britischer Doppelstaatsbürgerschaft gestohlen worden sein, die in einem Kibbuz im Norden Israels wohnt. Der Name von Barneys Vater Michael Lawrence steht ebenfalls auf der Liste der Tatverdächtigen (zweite Reihe von unten, links). Er reiste vom Flughafen Frankfurt/Main aus nach Dubai, wie auch fünf andere, darunter der Einzige mit deutschem Pass, der auf den Namen Michael Bodenheimer in Köln ausgestellt ist.