Papst Benedikt XVI. sorgt sich um das Schicksal der Christen im Nahen Osten

Nikosia. Der Vatikan hat eine mangelnde internationale Unterstützung für bedrängte Christen im Nahen Osten beklagt. In einem zum Abschluss des Zypern-Besuchs von Papst Benedikt XVI. veröffentlichten Kirchenpapier heißt es, Kriege, Feindseligkeiten und wirtschaftlicher Niedergang hätten in den vergangenen Jahren zum Exodus Tausender Christen aus dem Nahen Osten geführt.

Außerdem fühlten sich Christen durch eine vom Aufstieg des "politischen Islam" ausgelöste "extremistische Strömung" zunehmend bedroht, wird in dem Dokument weiter ausgeführt. Das Papier dient als Arbeitsgrundlage für einen Krisengipfel der Bischöfe aus dem Nahen Osten im Oktober in Rom. Viele von ihnen waren nach Zypern gekommen, um den Papst zu sehen und das Arbeitspapier entgegenzunehmen.

Benedikt sagte bei seiner abschließenden Messe in einem Sportstadion in Nikosia, er bete dafür, dass das Treffen im Herbst die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf das Schicksal jener Christen im Nahen Osten lenken werde, die wegen ihres Glaubens leiden müssten. Benedikt XVI. äußerte die Hoffnung, dass die Christen in der Region mit "ihren jüdischen und muslimischen Nachbarn" in "Frieden und Harmonie" leben könnten.