Kommentar: Anschlag beim Afrika-Cup

Solidarität für die WM in Südafrika

Es gibt keine Sicherheit. Für diese erschreckende Einsicht bedurfte es nicht eines erneuten Terroranschlages. Diesmal traf es die Fußball-Nationalmannschaft Togos auf dem Weg zum Afrika-Cup nach Angola. Ähnliches hätte 2006 bei der Fußball-WM in Deutschland passieren können, als die Kölner Kofferbomben nur mit Glück entdeckt wurden. Terror kennt weder Grenzen noch Kontinente.

Die Fußball-WM im Sommer in Südafrika gehört zu den am meisten gefährdeten Veranstaltungen der Welt. Jetzt in Hysterie wegen möglicher Sicherheitsmängel zu verfallen wäre verantwortungslos. Die Kolonialmacht Portugal hat in Angola ein zerstörtes Land hinterlassen, die Apartheid in Südafrika. Die Probleme sind unterschiedlich wie die Erfolge bei ihrer Bekämpfung. Es wäre nur ein Stück Anstand, Südafrikas Bemühungen um eine erfolgreiche WM weiter zu unterstützen.