Al-Qaida: Aufruf zu neuen Terroranschlägen

Video von totem CIA-Attentäter

Washington. Der CIA-Attentäter hat einem Medienbericht zufolge vor seinem Selbstmordanschlag in Afghanistan zu weiteren Angriffen gegen die USA aufgerufen. Wie der Sender al-Dschasira am Wochenende auf seiner Internetseite berichtete, forderte Humam Chalil Abu-Mulal al-Balawi in einem Video Rache für den Tod des pakistanischen Taliban-Anführers Baitullah Mehsud, der voriges Jahr bei einem US-Drohnenangriff ums Leben gekommen war. Dem pakistanischen Sender AAJ zufolge zeigt ein weiteres Video den früheren Mediziner aus Jordanien im Gespräch mit Mehsuds Nachfolger, Hakimullah Mehsud.

AAJ berichtete weiter, Balawi habe alle ihm bekannten Informationen über die jordanischen und US-Geheimdienste an die Aufständischen weitergereicht. Die Geheimdienste hätten dem Jordanier mehrere Millionen Dollar angeboten, um die Extremisten in Afghanistan auszuspionieren. Dieser habe das aber abgelehnt und sich den Aufständischen angeschlossen.

Sollte das Video authentisch sein, würde es den Druck auf die CIA und den jordanischen Geheimdienst erhöhen. Auch US-Präsident Barack Obama, der bereits wegen Sicherheitsmängeln vor dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug zu Weihnachten in der Kritik steht, könnte erneut in Erklärungsnot geraten.

Al-Dschasira zufolge sagte Balawi in dem Bekenner-Video, es sei die Pflicht aller Kämpfer Mehsuds, innerhalb und außerhalb der USA Rache für den Tod ihres Anführers zu nehmen.

Der Jordanier hatte sich am 30. Dezember auf einem Militärstützpunkt im Südosten Afghanistans in die Luft gesprengt und sieben CIA-Agenten mit in den Tod gerissen. Dabei kam der Attentäter knapp einem Sicherheits-Check zuvor. Als ein Sicherheitsbeamter ihn aufforderte, seine Hand aus der Hosentasche zu nehmen, zündete der Jordanier die Bombe. Sowohl al-Qaida als auch die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Der Mediziner Balawi war in der Vergangenheit mit Extremisten in Verbindung gebracht worden. Geheimdienste aus den USA und Jordanien gingen jedoch davon aus, ihn auf ihre Seite gezogen zu haben.