Friedensgespräche

USA legen neuen Nahost-Plan vor

Jerusalem. Die USA wollen israelischen Medienberichten zufolge mit einem neuen Verhandlungsplan den Nahostkonflikt innerhalb von zwei Jahren beenden. Erstes Verhandlungsthema soll der Zeitung "Maariv" zufolge der Grenzverlauf zwischen Israel und einem künftigen Palästinenserstaat sein. Die Verhandlungen sollen so schnell wie möglich beginnen. Der künftige Palästinenserstaat soll dem Bericht zufolge grundsätzlich entlang der zwischen 1949 und 1967 gültigen Waffenstillstandslinie im Westjordanland und im Gazastreifen errichtet werden.

Der US-Plan sieht laut "Maariv" vor, den Streitpunkt der künftigen Staatsgrenzen abzuhandeln, bevor der von Israel ausgerufene zehnmonatige Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland endet. Nach einer Einigung könne der Siedlungsbau dann sofort in den Gebieten wieder aufgenommen werden, die in den Verhandlungen als israelisches Staatsgebiet vereinbart würden.

Wenn die Gespräche über den Grenzverlauf abgeschlossen sind, sieht der US-Plan Verhandlungen über die Zukunft der 1948 geflohenen Palästinenser und den Status von Jerusalem vor, das von beiden Seiten als Hauptstadt beansprucht wird. Seit dem Beginn der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern im Jahr 1993 wurden gesetzte Fristen für ein Ende der Gespräche nie eingehalten. Die Verhandlungen wurden vor einem Jahr im Zuge der israelischen Offensive im Gazastreifen abgebrochen.