Italien

Silvio Berlusconi vergibt seinem Angreifer

Rom. Pünktlich zum Fest der Liebe hat Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi seinem Angreifer verziehen, der ihm unter anderem das Nasenbein gebrochen hatte. Berlusconi habe dies bei einer Telefonkonferenz mit Vertretern seiner Partei mitgeteilt, berichtete der "Corriere della Sera". Danach sagte Berlusconi: "Sie wissen ja, dass es mir unmöglich ist, Groll gegen jemand zu hegen. Aber das Verhalten (des Angreifers) darf nicht unterschätzt werden." Er sei nicht nachtragend, hoffe aber, dass der offenbar psychisch kranke Angreifer Massimo T. nicht allzu schnell wieder auf freien Fuß komme. Die Justizbehörden müssten "ein Signal setzen", um weitere mögliche Gewalttäter abzuschrecken.

Massimo T. hatte Berlusconi am 13. Dezember attackiert und ihm eine Miniatur des Mailänder Doms ins Gesicht geworfen. Der sofort festgenommene 42-jährige Täter entschuldigte sich später bei Berlusconi. Vor einer Woche wurde Berlusconi aus dem Krankenhaus entlassen.

Nach Angaben der Zeitung "La Stampa" telefonierte Berlusconi zudem mit Staatspräsident Giorgio Napolitano, nachdem die Beziehungen zwischen beiden sehr angespannt waren. Er habe sich über den Anruf "gefreut", zitierte das Blatt Napolitano.