Warum sich die Hungerkrise weiter verschärft

862 Millionen Menschen leiden unter Hunger oder Mangelernährung. Der rasante Preisanstieg für Grundnahrungsmittel weltweit hat die Situation für sie weiter verschärft. Wichtige Fakten zum Welternährungsgipfel.

In Deutschland und den USA werden durchschnittlich 10 Prozent des Haushaltsbudgets für Lebensmittel ausgegeben. In Kenia sind es 50 Prozent, in Bangladesch 65 Prozent.

Die Weltbevölkerung von 6,7 Milliarden Menschen wächst jeden Tag um mehr als 200 000. Sie alle beanspruchen mehr Ressourcen wie Land, Wasser und Energie und brauchen Nahrung. Dabei wird immer mehr Fleisch verzehrt. So werden für die Zucht von Schlachttieren Urwälder abgeholzt, um Weiden und Anbauflächen für Futtermittel zu gewinnen.

Börsenspekulationen heizen die Preisspirale für Nahrungsmittel an.

Das Geschäft mit Bio-Sprit schadet der Nahrungsmittelversorgung. Weil Mais zur Ethanolgewinnung genutzt wird, schrumpft das Angebot von Mais als Nahrungsmittel. Für die auf Importe angewiesenen armen Länder wird Mais schwerer zu finanzieren.

Im Handel mit landwirtschaftlichen Produkten schirmen sich die Reichen von den Armen ab. Durch Agrarzölle erschweren sie den Zugang der Produkte aus Entwicklungsländern zu ihren Märkten. Reiche Länder verbilligen Agrarexporte durch Subventionen, sodass Bauern aus armen Ländern nicht mithalten können.

( hpks )