In Prag kann eine Mitte-rechts-Koalition die Regierung bilden

Prag. Nach der Parlamentswahl in Tschechien hat die konservative Demokratische Bürgerpartei (ODS) erste Kontakte zu möglichen Koalitionspartnern geknüpft. ODS-Spitzenkandidat Petr Necas sagte, er wolle mit der Partei Top 09 unter dem ehemaligen Außenminister Karel Schwarzenberg und der Partei für Öffentliche Angelegenheiten (VV) über eine Zusammenarbeit verhandeln.

Stärkste Kraft bei der Wahl wurden zwar die Sozialdemokraten (CSSD), sie haben aber kaum Chancen auf die Bildung einer Mehrheitsregierung, weil es für ein Bündnis mit den Kommunisten nicht reicht. Der CSSD-Vorsitzende Jiri Paroubek legte nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses sein Amt nieder. "Dieses Land steuert auf eine Rechts-Koalition zu", erklärte der Sozialdemokrat. Die übrigen drei ins Parlament eingezogenen Parteien hatten vor der Wahl eine Zusammenarbeit mit Paroubek ausgeschlossen.