Bundeskriminalamt

Rechtsextremisten treffen sich zu Schießübungen im Ausland

Deutsche Rechtsextremisten wollen lernen, wie man schießt – und fahren dazu unter anderem ins europäische Ausland (Symbolbild).

Deutsche Rechtsextremisten wollen lernen, wie man schießt – und fahren dazu unter anderem ins europäische Ausland (Symbolbild).

Foto: imago stock&people

Deutsche Rechte üben den Umgang mit Waffen unter anderem in Bulgarien und Tschechien. Die Regierung weiß davon schon eine Weile.

Berlin.  Rechte wollen lernen, wie man schießt – und fahren dazu unter anderem ins europäische Ausland. In Tschechien und Bulgarien haben deutsche Rechtsextremisten in den vergangenen Jahren mehrfach Schießtrainings durchgeführt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Die tschechischen Behörden hätten dem Bundeskriminalamt (BKA) im Juni 2018 „eine Auflistung über Aufenthalte deutscher Staatsangehöriger in der Tschechischen Republik übermittelt“, heißt es in der Antwort. Zu den Rechtsextremisten seien „Gästebucheinträge verschiedener Schießplätze“ benannt worden.

Rechte üben Schießen auch in Deutschland

Dass Rechte Schießübungen im Ausland machen, weiß die Bundesregierung schon eine ganze Weile. Insgesamt zwölf Schießtrainings von Rechtsextremisten im europäischen Ausland sind der Regierung demnach seit dem 8. Dezember 2015 bekannt.

Aber auch in Deutschland proben Rechtsextremisten den Umgang mit der Waffe: Seit dem 9. November wissen die Sicherheitsbehörden von insgesamt fünf solcher Treffen.

Die „ganz überwiegende Anzahl“ dieser Unterweisungen im Umgang mit Schusswaffen sei auf öffentlich zugänglichen Schießanlagen in Deutschland und im europäischen Ausland durchgeführt worden.

GSG 9 beschlagnahmte Munition

Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz hatte die Bundespolizei am 24. September 2017 mit Spezialkräften der GSG 9 Autos von Angehörigen der Neonazi-Gruppe „Combat 18 Deutschland“ nach der Einreise aus Tschechien durchsucht und dabei „eine geringe Menge Munition“ beschlagnahmt. (dpa/sdo)