Umwelt

US-Behörden warnen vor schweren Schäden durch Klimawandel

Hölle auf Erden. In der kalifornischen Stadt Paradise sieht nach den Waldbränden nichts mehr aus wie vorher. Wissenschaftler haben die Brände auf eine Dürre in Folge des Klimawandels zurückgeführt.

Hölle auf Erden. In der kalifornischen Stadt Paradise sieht nach den Waldbränden nichts mehr aus wie vorher. Wissenschaftler haben die Brände auf eine Dürre in Folge des Klimawandels zurückgeführt.

Foto: Barbara Munker / dpa

Hitze, Dürre, Brände und Unwetter: US-Behörden warnen vor den dramatischen Folgen des Klimawandels. Donald Trump sieht das anders.

Washington.  Auch wenn US-Präsident Donald Trump weiterhin an einem durch den Menschen verursachten Klimawandel zweifelt, zeigt nun ein neuer Bericht mehrerer US-Bundesbehörden eindringlich, was den USA bevorsteht, wenn nichts gegen die Erderwärmung getan wird.

In dem Report, der am Freitag veröffentlicht wurde, mahnen die Wissenschaftler, ohne erhebliche Anstrengungen werde der Klimawandel zunehmende Schäden an Infrastruktur und Eigentum in den USA anrichten und das Wirtschaftswachstum des Landes in den nächsten Jahrzehnten hemmen.

Die Experten warnten unter anderem, steigende Temperaturen, extreme Hitze, Dürre, Brände und Unwetter beeinträchtigen zunehmend die Landwirtschaft. Auch Fischerei oder Tourismus seien besonders verletzlich für die Auswirkungen des Klimawandels. Der Handel werde ebenfalls beeinträchtigt.

Der Klimawandel bedrohe auch die Gesundheit und das Wohlergehen der Amerikaner – etwa durch extreme Wetterbedingungen, Veränderungen der Luftqualität oder die Verbreitung neuer Krankheiten. Der Bericht analysiert auch die Auswirkungen für weitere gesellschaftliche Bereiche.

USA haben mit Hurrikans und Waldbränden zu kämpfen

Die gesellschaftlichen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel hätten in den vergangenen fünf Jahren zwar zugenommen, aber nicht in ausreichendem Maße, um schwere Schäden für Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit der Menschen in den kommenden Jahrzehnten abzuwenden.

Die USA hatten erst in den vergangenen Wochen und Monaten mit verheerenden Hurrikans und Waldbränden zu kämpfen. Wissenschaftler machen den Klimawandel dafür verantwortlich und warnen vor einer Zunahme schwerer Naturkatastrophen.

Eine Sprecherin von Präsident Donald Trump kritisierte die Studie als ungenau: Sie basiere weitgehend auf dem extremsten Szenario und lasse technische Innovationen außer acht. Der Bericht steht in deutlichem Widerspruch zur Politik von Trump, der an einem durch den Menschen verursachten Klimawandel zweifelt.

Er hat zahlreiche Umwelt- und Klimaschutz-Maßnahmen seines Vorgängers Barack Obama zurückgefahren und setzt auf fossile Energieträger wie Erdöl und Kohle.

Erst am Mittwoch schrieb Trump auf Twitter angesichts besonders kalter Temperaturen am US-Feiertag Thanksgiving: „Was bitte ist mit der globalen Erderwärmung passiert?“ (dpa/rtr/jha)