Atomkonflikt

US-Präsident Trump verlängert Sanktionen gegen Nordkorea

Donald Trump.

Donald Trump.

Foto: Evan Vucci / dpa

Die USA sehen bei der Abrüstung von Nordkorea keine Fortschritte – und verlängern die Sanktionen. Manöver mit Südkorea setzte man aus.

Washington.  Trotz jüngster Zeichen der Entspannung im Atomkonflikt mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump die Sanktionen gegen Pjöngjang um ein weiteres Jahr verlängert.

Handeln und Politik der Regierung Nordkoreas stellten weiterhin eine „außerordentliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit, die Außenpolitik und die Wirtschaft der Vereinigten Staaten dar, hieß es in einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret. Kurz zuvor hatten die USA aber gemeinsame Manöver mit Südkorea ausgesetzt.

Trump war am 12. Juni in Singapur mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zu einem historischen Gipfel zusammengetroffen . Dort hatte er erklärt, dass die Sanktionen nicht aufgehoben würden, solange es keine weiteren Fortschritte bei der atomaren Abrüstung Nordkoreas gebe. Er hatte aber auch die Aussetzung der Manöver angekündigt.

Manöver mit Südkorea ausgesetzt

Verteidigungsminister James Mattis habe nun in Abstimmung mit dem Verbündeten Südkorea ausgewählte Manöver auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, teilte Pentagon-Sprecherin Dana White am Freitagabend mit.

Betroffen seien das im August geplante Manöver „Freedom Guardian“, dazu zwei Austauschprogramm-Übungsmanöver der koreanischen Marine, die in den kommenden drei Monaten stattfinden sollten. Die USA haben derzeit 28.500 Soldaten in Südkorea als Abschreckung gegen Bedrohungen durch Nordkorea stationiert.

Trump hatte die Manöver provokant genannt. Er liegt mit dieser Einschätzung auf der Linie Nordkoreas. Das Pentagon hatte stets betont, die Übungen seien rein defensiver Natur. Der Stopp der Planungen gilt als Konzession sowohl an Nordkorea als auch an China. (dpa)