GroKo-Gespräche

Das sagen die GroKo-Sondierer, wenn sie nichts sagen

Irgendwo ist immer ein Mikro: Auch CDU-Vize Julia Klöckner darf mitsondieren.

Irgendwo ist immer ein Mikro: Auch CDU-Vize Julia Klöckner darf mitsondieren.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Ohne Worte. Naja, nicht ganz. Aber viel verraten die Sondierer nicht über ihre GroKo-Gespräche. Und wenn... aber lesen Sie selbst.

Berlin.  Es soll nicht getwittert und geflüstert werden, nichts soll durchsickern aus den Sondierungsrunden von Union und SPD. Wie gesagt: soll. Manchen halten sich nicht daran und SPD-Frontfrau Andrea Nahles beklagt bereits „Durchstechereien“ seitens des potenziellen künftigen Bündnispartners.

Doch die meisten halten sich an das verordnete Schweigen. Allerdings: So ganz ohne Worte wollen sie auch nicht an den Journalisten vorübergehend – und statt nichts, sagen sie dann lieber etwas, nun ja, nichtssagendes. Das klingt dann so:

• Die Sondierungs-Gespräche seien „konstruktiv, aber auch schwierig“, sagt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

• Die Gesprächen mit der SPD hätten eine „wohlgeordnete Struktur“, sagt der CSU-Politiker Christian Schmidt.

• Unions-Fraktionschef Volker Kauder spricht von „guten und zielorientierten Verhandlungen“ mit der SPD.

• Die Parteichefs von CDU, CSU und SPD haben laut SPD-Chef Martin Schulz ein „gutes Gespräch“ zu Europa geführt.

• Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nennt die SPD einen „ernsthaften“ Gesprächspartner.

So viele Worte, so wenig Inhalte. Das macht doch so richtig Lust auf die nächste GroKo. (W.B.)